Das Königreich Böhmen; Saazer Kreis. Herrschaft Hagensdorf und Brunnersdorf sammt den Gütern Göttersdorf, Widschitz und Luschitz.

Das Königreich Böhmen; statistisch-topographisch dargestellt von Johann Gottfried Sommer. Bunzlauer Kreis.

Herrschaft Hagensdorf und Brunnersdorf sammt den Gütern
Göttersdorf, Widschitz und Luschitz.

[Von Johann Gottfried Sommer.]

Dieses Dominium liegt im nordwestlichen und mittleren Teile des Kreises, links oder nördlich von der Eger. Die eigentliche Herrschaft Hagensdorf bildet mit Brunnersdorf, wie Widschitz und Luschitz ein zusammenhangendes Ganzes und gränzt in Norden an das Gut Schönlinde und die Herrschaft Rothenhaus, in Osten ebenfalls an die Herrschaft Rothenhaus, die Gründe der Stadt Komotau, die Güter Hruschowan, Horatitz und Libotschan, in Süden an die Herrschaften Pohlig und Schönhof, das Gebiet der Stadt Kaaden und das Gut Milsau, in Westen an die Herrschaft Klösterle, das Gut Wernsdorf und die Herrschaft Presnitz; nur das Dorf Warta liegt abgesondert davon, gegen fünf Stunden südwestlich, an der Grenze des Ellbogner Kreises. Auch das Gut Göttersdorf liegt abgesondert nordöstlich von Hagensdorf, im Erzgebirge, zwischen den Dominien Rothenhaus, Schönlinde und Neundorf.

Der gegenwärtige Besitzer ist Karl (Friedrich Otto) Graf Wolkenstein-Trostburg, Freiherr zu Neuhaus, k.k. Landrechts-Präsident und Oberst-Landrichter in Mähren etc., welcher die Herrschaft 1840 nach seiner Tante Gräfinn Maria Anna von Firmian als Erbschaft erhalten hat. (Siehe Landtäfliches Hauptbuch „Güter Hagensdorf, Prunnersdorf, Witschütz, Göttersdorf, Hruschowan, Liebtschan, Wtielno und Priesen.“ Litt. H. Tom. I. Fol. 193; Gut Libisch sammt Tuschnitz, Glieden, Wiset, Wagkowitz und Zollhaus, Litt. L. Tom. VI. Fol. 17; und das Gut Luschitz, Litt. L. Tom. XIII. Fol. 153).

Was die frühern Besitzer betrifft, so wurden mit den Gütern Pirßenstein, Brunnersdorf, Egerberg, Warta und Nickelsdorf die Brüder Albert, Friedrich und Dietrich von Schönburg im Jahre 1352 von König Karl IV. [I.] neuerdings belehnt1. Im XVI. Jahrhundert besaßen diese Herrschaft die Herren von Bißthum. Nach der Schlacht am Weißen Berge (1620) erscheinen die Güter Brunnersdorf und Hagensdorf unter den vom königlichen Fiscus neingezogenen Gütern; namentlich wurde Brunnersdorf dem Herrn Bohuslaw Felix von Bißthum, und Hagensdorf mit Hassenstein und Platz dem Herrn Leonard von Stampach confiscirt. Am 30. Oktober 1623 kaufte Graf Jaroslaw Bořita von Martinitz diese sämmtlichen Güter von der königlichen Kammer führen 147.428 Schock 34 Gr. 2 Pf.2. Diesem (?) folgte gegen das Jahr 1656 (?)3 der Oberst-Landhofmeister Maximilian Valentin Graf von Martinitz4 im Besitze der Herrschaft Hagensdorf und Brunnersdorf, und von dieser Zeit an belieb dieselbe bei dessen Erben, bis sie 1791 durch Erbvergleich an die Gräfin Maria Anna von Althann, geborene Gräfinn von Martinitz gelangte, welche 1810 starb und die Herrschaft nebst den damit vereinigten Gütern Göttersdorf, Liebisch und Witschitz ihrer Tochter Maria Anna, Gemahlin des k.k. Geheimen Raths und wirklichen Kämmerers Karl Graf von und zu Firmian, als Erbschaft hinterließ. Nach dem 1840 erfolgten Tode der Letztern kam die Herrschaft in derselben Weise an ihren Neffen, den oben genanntem gegenwärtigen Besitzer, dessen Mutter, die Gemahlin des am 16. Jänner 1808 verstorbenen Grafen Anton Maria von Wolkenstein-Trostburg, eine Schwester des obigen Grafen Karl von Firmian gewesen war5.

Das Gut Göttersdorf wurde nach der Schlacht am Weißen Berge dem Herrn Johann Heinrich von Stampach confiscirt und später an die Grafen von Saar verkauft6. Wann es mit Hagensdorf vereinigt worden, ist nicht nachgewiesen; doch besaß es 1716 schon Graf Maximilian Guidobald von Martinitz.

Als Besitzerinn des damals mit der Herrschaft Pohlig vereinigten Gutes Libisch starb am 11. Mai 1735 die Gräfinn Maria Anna Zeil, nachdem sie zur Erbin der Herrschaft Pohlig das Fräulein Carolina von Wessenberg eingesetzt hatte. Von Letzterer kaufte Graf Joseph von Martinitz am 11. September 1738 das Gut Libisch und vereinigte es mit der Herrschaft Hagensdorf.

Das Gut Luschitz gehörte, sammt den Gütern Pokatitz und Wakowitz, in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts der Kaadner Rosenkranz-Bruderschaft. Bei der Aufhebung sämmtlicher Bruderschaften in Böhmen durch König Joseph II. wurde das Gut vom Staate an den Grafen Franz Xaver von Auersberg verkauft, von dem es in gleicher Weise an den Kaadner Bürger Anton Roth gelangte. Letzterer verkaufte das Gut an den k.k. Rittmeister Paul Pittner, und dieser überließ es (nachdem er 1802 das Gut Wakowitz davon abverkauft hatte) käuflich seinem Schwiegersohne, dem k.k. Rittmeister Simon Zeppitz, von welchem es 1818 Ignaz Schreiter Ritter von Schwarzenfeld kaufte. Nach dessen am 30. Juni 1824 erfolgtem Tode fiel das Gut an seinen Sohn Adolph Schreiter Ritter von Schwarzenfeld, welcher es 1840 an den Grafen Karl von Wolkenstein etc. verkaufte, der es in Hinsicht der Verwaltung mit der Herrschaft Hagensdorf vereinigte.

Der nutzbare Flächeninhalt ist (ohne die in der Schutzstädte Kralup und Priesen) nach dem Katastral-Zergliederungs-Summarium:

I. Herrschaft Hagensdorf etc. etc. etc.

Dominicale.Rusticale.Zusammen.
Joch.Quadrat Klafter.Joch.Quadrat Klafter.Joch.Quadrat Klafter.
Ackerbare Felder 2.211 179 7.420 99⅙ 9.631 278⅙
Teiche mit Aeckern verglichen 139 1.400 - - 139 1.400
Trischfelder 101 1.401 384 1.400 486 1.201
Wiesen 394 151 1.022 998½ 1.416 1.149½
Gärten 43 80 211 1.433 254 1.513
Teiche mit Wiesen verglichen 10 1.083 - - 10 1.083
Hutweiden etc. 157 469 985 528 1.142 997
Waldungen 2.811 711 1.442 1.011 4.254 122
Uiberhaupt 5.869 674 11.467 669⅔ 17.336 1.343⅔

II. Gut Luschitz.

Dominicale.Rusticale.Zusammen.
Joch.Quadrat Klafter.Joch.Quadrat Klafter.Joch.Quadrat Klafter.
Ackerbare Felder 156 200 450 1.328 606 1.528
Teiche mit Aeckern verglichen - 1.424 - 475 1 1.299
Trischfelder 1 411 16 276 17 687
Wiesen 1 249 17 1.190 18 1.439
Gärten 1 1.349 7 1.260 9 1.009
Teiche mit Wiesen verglichen 1 71 - - 1 71
Hutweiden etc. 28 960 12 351 40 1.311
Waldungen 30 886 2 1.224 33 510
Uiberhaupt 221 750 507 1.304 729 454
Hiezu Herrschaft Hagensdorf 5.869 674 11.467 669⅔ 17.336 1.343⅔
Im Ganzen 6.090 1.424 11.975 3.734⅔ 18.066 197⅔

Der Obrigkeit gehören:

I. von der Herrschaft Hagensdorf etc. etc. a) an Dominical-Gründen die sämmtlichen Teiche, dann 2.044 Joch 356 Quadrat Klafter Aecker, 98 Joch 691 Quadrat Klafter Trischfelder, 368 Joch 169 Quadrat Klafter Wiesen, 39 Joch 1513 Quadrat Klafter Gärten, 155 Joch 1.100 Quadrat Klafter Hutweiden etc. und 2.774 Joch 467 Quadrat Klafter Waldungen; b) an Rustical-Gründen 2 Joch 1.400 Quadrat Klafter Aecker, zusammen 5.631 Joch 179 Quadrat Klafter; II. vom Gute Luschitz das sämmtliche Dominicale mit 221 Joch 750 Quadrat Klafter; im Ganzen 5.852 Joch 929 Quadrat Klafter.

Die Naturbeschaffenheit der Oberfläche ist verschieden. Der kleinere nordwestliche Theil gehört zum Abhange des Erzgebirges, der größere südöstliche zum Flachlande. Von bemerkenswerthen Höhenpunkten ist der nach David 467¾ Wiener Klafter über der Nordsee liegende Beerhübel (Beerhügel) anzuführen, dessen südlicher und Abhang hieher gehört; ferner die Wüste Platten, bei Grün; der Schweichert, bei Hohentann; der Saalberg, bei Platz, und der Purberg, bei Tschernowitz. Letzterer besteht aus sehr festem tertiären Sandstein, welcher auch in den Hügeln am Fuße des Erzgebirges vorkommt. Sonst herrscht am Erzgebirge der Gneus, und im Flachlande sind an mehren Orten Braunkohlen-Gruben eröffnet.

An der südlichen Seite der Herrschaft fließt die Eger, welche, aus dem Ellbogner Kreise kommend, zunächst an der Gränze desselben das Dorf Warta, dann aber das hiesige Gebiet auf ihrem nach Osten gerichteten Laufe nicht eher als bei Tschermig, Negranitz, Witschitz und Strahn wieder berührt. Westlich von Nokowitz entspringt in den Komotauer Waldungen, in einem Thale, die Höhle genannt, der Höhlenbach, fließt erst östlich, dann südlich über Molkau und Sosau, wo er den Namen Saa- oder Saubach annimmt, nach Hagensdorf und Kralup, und von hier in südöstlicher Richtung über Reischitz, Naschau, Prahn, Prenzig, Priesen und Strösau nach Holetitz, von wo er durch die Güter Hruschowan und Horatitz der Eger zueilt. Letztere empfängt bei Kaaden auch den über Brunnersdorf und Wistritz kommenden Brand- oder Brunnersdorfer Bach, auch Wistritzr Bach genannt, welcher westlich von Sonnenberg seinen Ursprung hat. Im Gebirge entspringt auch, unweit westlich von Bernau, die Bila und fließt dann durch hiesiges Gebiet südöstlich.

Die wichtigsten Teiche sind der Seeteich, zwischen Brunnersdorf und Kralup, der Obere und der Untere Mühlteich, bei Kralup, der Grüner Teich, bei Grün, und der Schafteich, bei Göttersdorf. Sie sind mit Karpfen, Hechten, Schleihen und Bärschlingen besetzt. Der Strecketeich liefert bei jeder dreijährigen Abfischung 200 Ctr. Aus den Bächen erhält man größtentheils nur Forellen.

Bei Hagensdorf und Priesen sind Sauerbrunnen.

Die Bevölkerung des ganzen Dominiums ist (mit Ausschluss der Städte Kralup und Priesen) 7.138 Seelen stark, wovon 6.922 auf die Herrschaft Hagensdorf etc. und 216 auf das Gut Luschitz kommen. - Die Sprache ist überall die teutsche.

Die Ertrags-und Nahrungsquellen sind im Flachlande hauptsächlich Getraide-, Obst- und etwas Hopfenbau, Viehzucht und Taglöhner-Arbeiten bei den Steinkohlen-Brüchen, in den Städten als Nebengeschäft auch verschiedene Gewerbe. Im Gebirge wird, außer etwas Feldbau, mehr Rindviehzucht, Flachsspinnerei, Spitzenklöpplerei etc. getrieben; auch gewähren Holzschlag und Holzhandel einigen Erwerb.

Der Boden ist eben so verschieden als die Lage der Ortschaften, am fruchtbarsten durchschnittlich im Flachlande, wo nur an der westlichen und südwestlichen Seite der Herrschaft lettige oder sandige Gründe vorherrschen, welche einer sorgfältigen Bearbeitung bedürfen, um hinlänglichen Ertrag zu liefern. Man baut im Flachlande alle Getraidearten, Hülsenfrüchte und Futtergewächse, auch etwas Hopfen, im Gebirge meist Haber und Sommerkorn, Erdäpfel, auch Flachs. Von großer Ausdehnung ist im Flachlande der Obstbau, namentlich von Aepfeln, Birnen, Kirschen und Zwetschken, welche zum Theil von den Gebirgsbewohnern aufgekauft und bis nach Sachsen gebracht werden.

Der Viehbestand war am 30. April 1837:

I. Herrschaft Hagensdorf.

Bei der Obrigkeit.Bei den Unterthanen.Zusammen.
Pferde14 (Alte)225 (212 Alte, 13 Fohlen)239
Rindvieh351 (11 Zuchtstiere, 6 junge Stiere, 158 Kühe, 65 Kalbinnen, 104 Zugochsen, 7 junge Ochsen)3.365 (10 Zuchtstiere, 22 junge Stiere, 1.710 Kühe, 479 Kalbinnen, 23 Mastochsen, 830 Zugochsen, 291 junge Ochsen)3.716
Schafe4.686 (3.570 Alte, 1.116 Lämmer.)2.603 (1.952 Alte, 651 Lämmer)7.289
Borstenvieh6366372
Ziegen-638638
Bienenstöcke15413428

II. Gut Luschitz.

Bei der Obrigkeit.Bei den Unterthanen.Zusammen.
Pferde9 (Alte)-9
Rindvieh43 (1 Zuchtstier, 1 junger Stier, 19 Kühe, 10 Kalbinnen, 12 Zugochsen)91 (26 Kühe, 20 Kalbinnen, 36 Zugochsen, 8 junge Ochsen)134
Schafe457 (347 Alte, 110 Lämmer.)145 (105 Alte, 40 Lämmer)602
Borstenvieh-3030
Ziegen-2626
Bienenstöcke-88

Im Gebirge ist die, durch den reichlichen Graswuchs begünstigte, Rindviehzucht von Wichtigkeit, dagegen findet im Flachlande kein angemessenes Futterverhältnis Statt. Die Obrigkeit hat sowohl ihren Rindvieh-als Schafviehstand mit großem Kosten und dem besten Erfolg zu veredeln gesucht.

Zum Betriebe der obrigkeitlichen Oekonomie dienen 11 Maierhöfe in eigener Regie (Hagensdorf, Prahn, Strösau, Liebisch, Luschitz, Witschitz, Wistritz, Platz, Neudörfel , Göttersdorf und Pirgelhof), nebst 5 Schäfereien (Hagensdorf, Prahn, Strösau, Liebisch und Luschitz).

Die Waldungen liegen am Abhange des Gebirges und sind in 4 Reviere: Hassenstein, Hagensdorf, Göttersdorf und Bernau, eingetheilt. Die zwei ersten enthalten größtentheils Buchen und Eichen, die letzten meistentheils Fichten. Ein großer Teil des geschlagenen Holzes wird auf den Flößplätzen in Görkau, Komotau und Brunnersdorf abgesetzt. Beim Gute Luschitz hat die Obrigkeit nächst Pokotitz eine kleine Waldstrecke von 34 Joch 278 Quadrat Klafter, dass Dubschaner oder auch Meseritzer Wäldchen genannt und meist in Kiefern bestehend.

Das Wild besteht im Flachlande in einem der Area angemessenen Stande von Hasen und Rebhühnern, wozu noch Wassergeflügel kommt. Die Gebirgswälder beherbergen Rehe Auer-und Birkhüner, liefern aber nur selten einen Hirsch.

Bei Tuschmitz, Strahn, Naschau, Brunnersdorf und Priesen wird auf 13 Zechen theils von der Obrigkeit, theils von Privatgewerken Steinkohlen-(Braunkohlen-)Bergbau getrieben. Das herrschaftliche Oberamt ist zugleich eine Berggerichts-Substitution und untersteht dem k.k. Distrikts-Berggerichts zu Joachimsthal.

Am Hassenstein ist ein obrigkeitlicher, sehr ausgiebiger Kalkstein-Bruch.

Größere Gewerbsanstalten sind7 a) 1 Drahtzieherei, zu Brunnersdorf (Herr Ludwig Elstner); b) 1 Drehwaaren-Fabrik, zu Uhrissen (Herr Joseph Walther); c) 1 Essigsiederei, zu Tschermich (Herr Johann Graluppen); d) 1 Alaunfabrik, ebendaselbst (Herr Gustav Kirchhof) und e) 1 Waffenschmiede, zu Warta (Herr Ferdinand Grill). Außerdem wurden (laut Angaben des Oberamtes vom 20. Mai 1845) zu Ende des Jahres 1844 verschiedene Polizei- und Commercial-Gewerbe nebst etwas Handel zusammen von 186 Meistern und andern Gewerbsinhabern, mit 165 Gesellen, 77 Lehrlingen und Gehilfen betrieben. Darunter befanden sich: 5 Bäcker, 4 (?) Bierschänker8, 1 Bilderhändler, 1 Bräuer, 1 Brettmüller, 4 Drechsler, 2 Essighändler, 2 Faßbinder, 6 Fleischhauer, 1 Glaser, 1 Griesler, 5 Hökler, 3 Maurer (30 Gesellen), 28 Müller, 2 Schachtelmacher, 3 Schleifer, 1 Schlosser, 16 Schmiedte, 25 Schneider, 41 Schuhmacher, 2 Spitzenhändler, 3 Steinmetze, 8 Tischler, 3 Wagner, 2 Waffenmeister, 3 Weber, 1 Ziegeldecker und 3 Zimmermeister (21 Gesellen). Handelsleute waren 6 Krämer und Hausirer und 1 Markfierant.

Das Sanitätspersonale besteht in 3 Wundärzten (zu Kralup, Priesen und Rothenhaus) und 6 Hebammen (zu Brunnersdorf, Göttersdorf, Körbitz, Platz, Strahn und Warta).

Das Armen-Instituts-Vermögen bestand Ende 1844 bei der Herrschaft Hagensdorf in 1.186 Gulden 36 Kreuzer C. M. und 5.499 Gulden 19¾ Kreuzer W. W.; beim Gute Luschitz in 26 Gulden 51 Kreuzer. Die weiteren darüber verlangten Auskünfte sind nicht mitgetheilt worden.

Die Verbindung der Ortschaften unter sich und mit der Umgebung wird durch Landwege unterhalten; namentlich führt eine gute Fahrstraße von Hagensdorf über Kralup und durch den südöstlichen Theil der Herrschaft nach Saaz, und eine zweite in dieser Art südwestlich über Klösterle und längs dem linken Egerufer nach Warta und von dort weiter nach Schlackenwerth etc. etc. - Die nächsten Posten sind für den nordwestlichen Theil des Dominiums, insbesondere für das Amt, in Komotau, für die südöstlichen Orte in Saaz.

Die Ortschaften sind:

I. Herrschaft Hagensdorf etc.

1) Hagensdorf, 4½ Stunden nordwestlich von Saaz und 1¾ Stunden westsüdwestlich von Komotau, am Saubache, Dorf von 41 Häusern mit 241 Einwohnern, nach Kralup eingepfarrt, hat 1 obrigkeitliches Schloss mit der Kanzlei und Wohnung des Oberamtmanns etc. und einem Küchen-, Obst- und Ziergarten, 1 do. Maierhof nebst Schäferei, 1 do. Jägerhaus und 1 Mühle. Abseits liegen, ¼ Stunde westlich, a) das Keller-Wirthshaus, und b) die Wasenmeisterei. Auch ist beim Dorfe ein Sauerbrunnen, der den hiesigen Einwohnern und mehren benachbarten Dörfern das gewöhnliche Trinkwasser liefert. Der von Schaller erwähnte Thiergarten ist schon längst aufgehoben.

2) Brunnersdorf (auch Prunnersdorf geschrieben, bei Schaller böhmisch Pranyřow), ¾ Stunde südwestlich von Hagensdorf, am Brandbache, lang gestrecktes Dorf von 158 Häusern mit 1.076 Einwohnern, hat 1 Pfarrkirche zu den heiligen Aposteln Peter und Paul, 1 Pfarrei und 1 Schule, sämmtlich unter dem Patronate der Obrigkeit; ferner 1 obrigkeitliches Schloss mit einem Garten, 1 do. Bräuhaus (auf 36 Faß), 1 do. Branntwein-Haus, 7 Mühlen, 1 Brettmühle, und 4 Wirthshäuser. Abseits liegen a) ¼ Stunde südlich 1 Ziegelbrennerei, und 2 Wohnhäuschen; b) ½ Stunde südwestlich der obrigkeitliche Maierhof Piegelhof (Biegelhof) sammt Schäferei. Auch ist beim Dorfe ein Steinkohlen-Bergwerk. - Die Kirche war schon 1384 eine Pfarrkirche. Wann und von wem sie gebaut worden, ist nicht bekannt. Auf dem Kirchhofe sieht man die Grab-Monumente der Gräfinn Maria Anna von Althann geborene Gräfinn von Martinitz, † 1810 und des Grafen Karl von Firmian, k.k. Geheimen Raths und wirklichen Kämmerer, † 1822. Gegenwärtig sind 2 Priester angestellt und außer Brunnersdorf selbst die hiesigen Dörfer Neudörfel und Wistritz, so wie die fremden Dörfer Milsau (gleichnamiges Gut) und Schönbach (Gut Wernsdorf) eingepfarrt

3) Neudörfel, ½ Stunde westlich von Hagensdorf, Dörfchen von 9 Häusern mit 57 Einwohnern, nach Brunnersdorf eingepfarrt; ⅛ Stunde östlich liegt a) der (nach Kralup eingepfarrte) obrigkeitliche Maierhof Henkelhof mit 1 Schäferei, und 1 Wasenmeisterei (?); b) ¼ Stunde südlich das Seehäuschen, ein Wohnhäuschen, und c) ¼ Stunde westlich die Schnabelmühle, mit Brettsäge.

4) Wistritz (ehemals Bystřice), 1¼ Stunden südlich von Hagensdorf, am Brandbache, Dorf von 30 Häusern mit 138 Einwohnern, nach Brunnersdorf eingepfarrt, hat 1 Filialekirche zu Mariä Geburt, 1 obrigkeitlichen Maierhof, 1 Wirthshaus und 1 Mühle. Die Kirche hatte 1384, wo das Dorf dem Cistercienser-Stifte Grunhein in der Lausitz gehörte, ihren eigenen Pfarrer9.

5) Kralup (Kralupy), ¼ Stunde südlich von Hagensdorf, an der Straße nach Saaz und der von Komotau nach Klösterle führenden Straße, so wie am Saubache, Schutz-und Municipal-Stadt von 143 Häusern mit 818 Einwohnern, von welchen 9 Häuser zur Herrschaft Hagensdorf gehören, hat 1 Pfarrkirche zum heiligen Jakob der Gerechte, 1 Pfarrei und 1 Schule, sämmtlich unter dem Patronate der Schutzobrigkeit; ferner 1 herrschaftlichen Maierhof, 1 städtisches Rathhaus, 2 Wirthshäuser, 1 bürgerliche Mühle und ½ Stunde abseits 1 städtische Ziegelhütte. Die Stadt wird vom Saubach in zwei ungleiche, durch eine steinerne Brücke verbundene Theile abgesondert, von welchen der am südlichen Ufer liegende kleinere, wo die Kirche steht, die Runewitz heißt. Die Kirche war schon 1362 als Pfarrkirche vorhanden, besteht aber in ihrer jetzigen Gestalt erst seit 1796, wo sie nach dem Brande neue gebaut worden ist. Sie hat ein gutes Hochaltar-Blatt von Kindermann in Wien, den heiligen Jakob darstellend. Auch enthält sie die Grabstätte der Frau Elisabeth Daupowa, Wittwe des Herren Wolf von Stampach, auf Libaus (Libau, Ellbogener Kreis) † 13. Dezember 1597, so wie die Familiengruft der Grafen von Martinitz mit den Leichen des Joseph Grafen von Martinitz † 1738, der Philippine Gräfin von Martinitz geborene Gräfin von Clary, † 1758, der Walburga Gräfin von Martinitz, geborene Gräfin von Buquoi, † 10. August 1762, und des Franz Michel Grafen von Martinitz, letzten männlichen Sprößlinge der Hagensdorfer Linie, † 1782. Gegenwärtig sind 2 Priester angestellt und, außer Kralup selbst, die herrschaftlichen Dörfer Hagensdorf, Grün, Sosau (10 Nummern), der Henkelhof (bei Neudörfel), Retschitz, Prahn und Naschau (12 Nummern), eingepfarrt. - An der Stelle des jetzigen Keller-Wirthshauses soll in alter Zeit ein Kloster gestanden haben; wenigstens heißt die dortige Feldflur noch das „Wüste Kloster“ und von den alten Keller-Ruinen, auf denen das Wirthshaus erbaut wurde, erhielt dasselbe den Namen. Die Stadt hat einen Magistrat mit einem Bürgermeister und einem geprüften Rathe. Das Wappen, welches ihr, nebst der Befugniß mit grünem Wachs zu siegeln, König Ferdinand I. 1548 verliehen hat, ist eine Stadtmauer mit zwei blau gedeckten Thürmen und dem böhmischen Löwen zwischen denselben. - Die Einwohner leben von Feld- und Gartenbau und verschiedenen Gewerben. Die landwirtschaftliche Area ist:

Dominicale.Rusticale.Zusammen.
Joch.Quadrat Klafter.Joch.Quadrat Klafter.Joch.Quadrat Klafter.
Ackerbare Felder 47 190 736 965⅚ 833 1.155⅚
Wiesen 17 203 68 1.544 86 147
Gärten - - 14 855 14 855
Hutweiden etc. 19 600 - - 19 600
Waldungen 2 1.014 15 1.210 18 1.020
Uiberhaupt 86 803 885 1.374 972 577⅚

Der Boden ist größtentheils schwerer schwarzer Letten und am meisten für Waizen- und Haberbau geeignet. Der hiesige Waizen gehört zur besten Sorte und wird vorzüglich nach Sachsen verkauft. Obst gedeiht überall trefflich. Der Viehbestand war am 30. April 1837: 23 Pferde (22 Alte, 1 Fohlen), 214 Stück Rindvieh (135 Kühe, 29 Kalbinnen, 44 Zugochsen, fünf junge Ochsen), 297 Schafe (228 Alte, 69 Lämmer), 29 Stück Borstenvieh, 27 Ziegen und 31 Bienenstöcke. - Der Gewerbstand10 zählt: 47 Meister und andere Befugte (Bäcker, Fleischer, Gastwirthe und Bierschänker, Tischler, Wagner, Schuhmacher, Schneider, Schlosser und Schmiedte, Weber, Maurer und Zimmerleute, Glaser, Tuchmacher, Seifensieder, Seiler, Tapezierer, Lohgärber und Griesler) nebst 3 Waarenhändlern und 2 Getraidehändlern. Die 2 Jahrmärkte (Osterdienstag und Mittwoch vor Maria Geburt) sind ganz unbedeutend und die Wochenmärkte (Mittwoch) werden nicht gehalten - Sanitätspersonen sind 1 Doktor der Medizin, 1 Wundarzt, und 1 Hebamme. - das am 7. September 1836 (dem Krönungsfeste seiner Majestät des jetzt regierenden Kaisers) eröffnete Armen-Institut hatte Ende 1844 ein Stammvermögen von 1.630 Gulden C. M. und 544 Gulden 59 Kreuzer W. W.; die Einnahme desselben Jahres war 244 Gulden 18⅖ Kreuzer C. M. und 111 Gulden 48 Kreuzer W. W., die Zahl der Armen 15. - Kralup war, nebst Retschitz, vor dem dreißigjährigen Kriege ein eigenes Dominium. Als Besitzer erscheinen urkundlich 1533 bis 1538 Georg von Witbach, 1542 und 1544 Heinrich von Witbach, 1563 Job (Hiob?) Schmohař, 1581 Jaroslaw Schmohař, 1587 Briccius Schmohař von Rohowa (?) und 1621 ebenfalls ein Schmohař. Jaroslaw Schmohař entband 1587 die Stadt von der Unterthänigkeit, der Robot etc., was von seinem Sohne Briccius 1587 bestätigt wurde. König Leopold I. bestätigte 1668 ebenfalls die Freiheiten der Stadt und bewilligte ihrer zwei Jahrmärkte und einen Wochenmarkt, so wie er auch das Recht der peinlichen Gerichtsbarkeit erneuerte. Im Laufe der Zeit waren die alten Urkunden, besonders durch den großen Brand von 1796, wo 62 Häuser eingeäschert wurden, verloren gegangen, so daß 1798 ein neuer Vertrag mit der Schutzobrigkeit abgeschlossen werden mußte, in dessen Folge die Robot und andere Leistungen gegen eine Geldabgabe förmlich aufgehoben wurden.

6) Grün, ¼ Stunde nördlich von Hagensdorf, Dorf von 27 Häusern mit 148 Einwohnern, nach Kralup eingepfarrt.

7) Retschitz (Recice), ¾ Stunde südöstlich von Hagensdorf, am Saubache, Dorf von 30 Häusern mit 144 Einwohnern, nach Kralup eingepfarrt, hat unter obrigkeitlichem Patronate 1 Filialkirche zum heiligen Laurenz M. und 1 Schule.

8) Naschau, 1 Stunde südöstlich von Hagensdorf, am Saubache, Dorf von 21 Häusern mit 111 Einwohnern, theils nach Kralup (respektive Filiale Retschitz), teils nach Groß-Körbitz eingepfarrt. In der Nähe ist ein Steinkohlen-Bruch (St. Georgi Zeche.).

9) Prahn, 1¼ Stunden südöstlich von Hagensdorf, am Saubache, Dorf von 25 Häusern mit 127 Einwohnern, nach Kralup (respektive Filiale Retschitz) eingepfarrt, hat 1 obrigkeitlichen Maierhof, 1 do. Schäferei und 1 Wirthshaus.

10) Sosau, ¼ Stunde östlich von Hagensdorf, am Saubache, Dorf von 19 Häusern mit 93 Einwohnern, theils nach Kralup (respektive Filiale Retschitz), theils nach Groß-Körbitz eingepfarrt, hat 1 Mühle und schöne Obstgärten.

11) Groß-Körbitz (zum Unterschiede von Klein-Körbitz der Herrschaft Pohlig), gewöhnlich nur Körbitz (auch Kerwitz geschrieben, bei Schaller und Kreybitz auch Kürbitz), ¾ Stunde östlich von Hagensdorf, Dorf von 49 Häusern mit 255 Einwohnern, hat 1 Pfarrkirche zu Allen Heiligen, 1 Pfarrei und 1 Schule, sämmtlich unter dem Patronate der Obrigkeit, und 1 Wirthshaus. Die Kirche war im XIV. Jahrhundert eine Filiale von Kralup, wurde aber 1361 auf Ansuchen des Herrn Friedrich Schönburg von Hassenstein davon getrennt und erhielt einen eignen Pfarrer11. Nach der Hussitenzeit hat sie ohne Zweifel, bis nach der Schlacht am Weißen Berge, protestantische Seelsorger gehabt. Die ältesten Matriken beginnen erst mit dem Jahre 1644, von welcher Zeit an bis 1747 die Kirche von Priesen aus administrieren wurde. Das Patronat besaßen abwechselnd die Grundobrigkeit und die Komotauer Jesuiten. Im Jahre 1747 wurde wieder ein eigener Pfarrer angestellt und 1748 und 1749 das Pfarrgebäude errichtet. Im Jahre 1764 brannte das Dorf bis auf die Pfarrei und 6 Häuser ab und die Kirche blieb in Schutt liegen, bis 1769 die Jesuiten auf das Patronat Verzicht leisteten, worauf Graf Michel von Martinitz die Kirche wieder herstellte und von nun an das Patronatsrecht allein ausübte. Die Kirche hat außer dem Hochaltar, mit einem guten Gemälde, 4 Seitenaltäre. Eingepfarrt sind, außer Körbitz selbst, das hiesige Dorf Malkau und 12 Nummern von Naschau.

12) Malkau, ½ Stunde nordöstlich von Hagensdorf, am Höhlenbache, Dorf von 22 Häusern mit 107 Einwohnern, nach Groß-Körbitz eingepfarrt, hat 2 Mühlen (die eine „Teichmühle“ im Orte, die andere „ Höllen-“ oder „Hohlenmühle“ ⅛ Stunde nördlich, am Höhlenbache).

13) Priesen (Březno), 2 Stunden südwestlich von Hagensdorf, 1½ Stunden südlich von Komotau, am Saubache, Schutz- und Municipal-Stadt von 139 Häusern mit 693 Einwohnern, von welchen 1 Haus zur Herrschaft Hagensdorf gehört, hat 1 Pfarrkirche zu den heiligen Aposteln Peter und Paul, 1 Pfarrei und 1 Schule, sämmtlich unter dem Patronate der Schutzobrigkeit, 1 herrschaftlichen Maierhof, 1 städtisches Rathaus, 1 der bräuberechtigten Bürgerschaft gehöriges Bräuhaus (auf 9 Faß 3 Eimer) und abseits 1 der Stadt unterthänige, emphyteutische, zweigängige Mühle. Auch ist nördlich von der Stadt, theils auf Gemeinde- theils auf Herrschaftlich Rothenhauser Grunde, ein Steinkohlen-Bergwerke (St. Fancisci-Zeche). - Die jetzige Kirche ist ein nach Abtragung der baufälligen älteren im Jahre 1737, durch den Grafen Michel von Martinitz in den Jahren 1739 bis 1749 aufgeführtes Gebäude. Gegenwärtig sind 2 Priester angestellt, und außer der Stadt selbst die hiesigen Dörfer Strösau und Prenzig eingepfarrt. - Die Stadt hat einen Magistrat mit einem Bürgermeister und einem geprüften Rathe. Das Insiegel enthält eine Stadtmauer, auf der ein geharnischter Mann mit einer Hellebarde steht. - Die Einwohner leben von Landbau und Gewerben. Der Boden ist mäßig fruchtbar und bringt die gewöhnlichen Feldfrüchte hervor. Die landwirtschaftliche Area ist:

Dominicale.Rusticale.Zusammen.
Joch.Quadrat Klafter.Joch.Quadrat Klafter.Joch.Quadrat Klafter.
Ackerbare Felder 59 701 1.056 826 1.115 1.527
Trischfelder 1 1.221 15 1.122 17 743
Wiesen 2 1.285 31 92 33 1.377
Gärten - - 6 1.390 6 1.390
Hutweiden etc. - 1.150 23 3 22 1.153
Uiberhaupt 64 1.157 1.132 233 1.196 1.390

Der Viehstand war am 30. April 1837: 18 Pferde (16 Alte, 2 Fohlen) 162 Stück Rindvieh (1 junger Stier, 112 Kühe, 14 Kalbinnen, 25 Zugochsen, 10 junge Ochsen), 292 Schafe (177 Alte, 115 Lämmer), 27 Stück Borstenvieh und 40 Ziegen. - Die Zahl der bräuberechtigten Bürgerhäuser ist 76. Das Rathaus hat die Schankgerechtigkeit. - Gewerbsleute sind 2 Bäcker, 3 Bierschänker, 1 Bräuer, 2 Fleischhauer, 1 Maurermeister (4 Gesellen), 1 Müller, 2 Schmiedte, 4 Schneider, 7 Schuhmacher und 1 Zeugweber. Handel treiben 3 Besitzer von gemischten Waarenhandlungen. Die Stadt hat Privilegien auf 3 Jahrmärkte (Montag nach Georgi, an Maria Himmelfahrt und Montag nach Michaelis) und 1 Wochenmarkt (Dienstag). Es wird aber keiner abgehalten. Aerztliche Hilfe leisten 1 Wundarzt und 1 Hebamme. Das 1831 gegründete Armen-Institut hatte Ende 1844 ein Vermögen von 477 Gulden 35⅗ Kreuzer C. M. und in demselben Jahre eine Einnahme von 62 Gulden 13⅗ Kreuzer. - Březno war bis 1469 ein zum Gute Hassenstein gehöriges Dorf, das damals von König Georg zum Markte, und 1556 durch König Ferdinand I. zur Stadt erhoben wurde. - Unweit vom Orte ist ein eisenhaltiger Sauerbrunnen, dessen Wasser aber nur zum gewöhnlichen Getränk dient.

14) Strösau, bei Schaller Stresau, 2¼ Stunden südöstlich von Hagensdorf, am Saubache, Dorf von 31 Häusern mit 173 Einwohnern, nach Priesen eingepfarrt, hat 1 obrigkeitlichen Maierhof, 1 do. Schäferei und ⅛ Stunde abseits eine Mühle.

15) Prenzig, auch Brenzig, 1½ Stunden südöstlich von Hagensdorf, Dorf von 11 Häusern mit 42 Einwohnern, nach Priesen eingepfarrt, hat ⅛ Stunde abseits 1 Mühle.

16) Strahn, Stran (Strana), 2¾ Stunden südöstlich von Hagensdorf, links an der Eger, Dorf von 24 Häusern mit 137 Einwohnern, hat 1 Pfarrkirche zur heiligen Dreieinigkeit, 1 Pfarrei und 1 Schule, sämmtlich unter dem Patronate der Obrigkeit, und ein Wirthshaus. Die jetzige Stelle nimmt das Dorf erst seit dem Jahre 1821 ein, wo es, nachdem es in der Nacht vom 21. auf den 22. März 1820 auf seiner früheren Stelle infolge eines so genannten Erdschlipfes bis auf 9 Häuser versunken war, neu aufgebaut wurde. Schon 1786 sagte Schaller (S. 166 seiner Topographie, VII. Bandes), daß die Eger eine ziemliche Strecke von dem hiesigen besten Ackerboden weggeschwemmt habe, und daß die Kirche und das ganze Dorf jährlich der nämlichen Gefahr ausgesetzt bleibe. Am 20. März 1820 hörten die Einwohner um Mitternacht einen schwachen Knall, indem sich ein Theil der Bergwand abgelöst hatte. Am 21. stürzte um 10 Uhr Nachts das Gemäuer von einem Bauernhofe, bald darauf das sehr massiv gebaute Pfarrhaus zusammen, und in 12 Stunden waren 16 Gebäude nebst der Kirche in einen Schutthaufen verwandelt. Viele Häuser wurden von ihrer Stelle bis an 200 Schritte weit fortgerückt, ehe sie zusammenstürzten. Die Ablösung der Bergwand geschah sehr ungleich, so daß in einer Stunde die Gebäude und 10, öfters auch um 20 Schritte fortrückten. Bei der Besichtigung fand man in denen 2 bis 4 Klafter tiefen Erdspalten in der oberen Schicht des Bodens Dammerde, dann eine Lage Thon und tiefer sehr feinen Sand. Die häufige Nässe durch mehre Jahre, besonders die Menge Schnee, welche im letzten Winter gefallen war und kurz vorher bei dem schnell eingetretenen Thauwetter viel Wasser erzeugt hatte, mochte die seit Jahren vorbereitete Ablösung vollendet haben. Zum Glück verlor kein Mensch dabei das Leben12. Das 1821 und folden wieder aufgebaute Dorf heißt jetzt Neu-Strahn, während den übriggebliebenen 9 Häusern der Name Alt-Strahn gelassen worden. Schon 1384 war hier eine Pfarrkirche vorhanden. Aber erst 1652 geschieht ihrer wieder Erwähnung. Sie war damals eine Filiale von Priesen und erhielt 1662 abermals einen eigenen Pfarrer, dem damals auch Hruschowan als Filiale zugetheilt war. Eingepfarrt sind, außer Strahn selbst die hiesigen Dörfer Holetitz, Witschitz und Spielhübel, nebst Pröhlig (Gut Neuesattel).

17) Holetitz, Holletitz, 2½ Stunden südöstlich von Hagensdorf, am Saubache, Dorf von 24 Häusern mit 131 Einwohnern, nach Strahn eingepfarrt. Hier ist ein Steinkohlen-Bruch.

18) Witschitz (Wičice), 2¼ Stunden südsüdöstlich von Hagensdorf, links an der Eger, Dorf von 16 Häusern mit 87 Einwohnern, nach Strahn eingepfarrt, hat 1 obrigkeitliches Schloß mit einer Beamtenwohnung und einem Garten, und 1 do. Maierhof.

19) Spielhübel, 2¾ Stunden südöstlich von Hagensdorf, Dörfchen von 4 Häusern mit 23 Einwohnern, nach Strahn eingepfarrt, hat, an der Straße von Kralup nach Saaz, 1 Wirthshaus.

20) Tuschmitz, 1½ Stunden südsüdwestlich von Hagensdorf, Dorf von 28 Häusern mit 136 Einwohnern, hat 1 Pfarrkirche zum heiligen Erzengel Michael, 1 Pfarrei und 1 Schule, sämmtlich unter dem Patronate des Religionsfonds, und 1 Wirthshaus; auch ist 10 Minuten südöstlich ein Steinkohlen-Bruch. Die Kirche war schon 1384 eine Pfarrkirche. Nach Wiederherstellung des katholischen Gottesdienstes erhielt sie erst 1685 wieder einen eignen Pfarrer und das Patronat gehörte bis 1773 dem Komotauer Jesuiten-Kollegium. Im Jahr 1823 wurde sie, bis auf die Sacristei, auf Kosten des Religionsfonds neugebaut. - Gegenwärtig sind 2 Priester angestellt und, außer Tuschmitz selbst, vom hiesigen Dorfe Liebisch 2 Nummern, dann das Dorf Luschitz (gleichnamiges Gut), die Dörfer Prösteritz (Herrschaft Pohlig), Pröhl und Würgnitz (Gut Milsau) und 12 Nummern von Weschitz (Gut Welmschloß) eingepfarrt.

21) Liebisch, 1¾ Stunden südsüdöstlich von Hagensdorf, Dorf von 23 Häusern mit 110 Einwohnern, mit 2 Nummern nach Tuschmitz, mit den übrigen nach Tschachwitz (Gut Milsau) eingepfarrt, hat 1 obrigkeitlichen Maierhof, 1 do. Schäferei, 1 Wirthshaus und in der Nähe ein Steinkohlen-Bergwerk.

22) Tschermich (bei Schaller Tschürmig, Cžermich und Cžermut), 2 Stunden südsüdöstlich von Hagensdorf, links an der Eger, Dorf von 26 Häusern mit 134 Einwohnern, von welchen 11 Häuser, worunter der landtäfliche Hof Nummer Consc. 15, zum Gute Milsau gehören, ist nach Tschachwitz eingepfarrt. Und hat hiesigerseits 1 Mühle, 1 Alaunfabrik, 1 Essigsiederei (s. oben) und ein Steinkohlen-Bergwerk.

23) Negranitz, 2½ Stunden südsüdöstlich von Hagensdorf, links an der Eger, Dorf von 15 Häusern mit 83 Einwohnern, nach Sobiesak (gleichnamiges Gut) eingepfarrt.

24) Platz (Mĕsto), ehemals Platz von drei Linden, ¾ Stunde westlich von Hagensdorf, unweit östlich vom Brandbache, unterthäniges Städtchen von 59 Häusern mit 389 Einwohnern, hat 1 Lokalie-Kirche zur heiligen Dreieinigkeit, 1 Lokalisten-Gebäude und 1 Schule, sämmtlich unter dem Patronate der der Obrigkeit, und 1 obrigkeitlichen Maierhof. Abseits liegen a) ¼ Stunde südwestlich, im Platzer Grund, einem von Brandbache durchflossenen Thale, 3 Mühlen (die „Turschner“, die „Michel-“ und die „Markusmühle“, wovon die zwei erstern mit Brettsägen und die dritte mit Oelpresse), 1 (nicht mehr betriebener) Eisenhammer, 1 Drathzieherei, 1 Wirthshaus und 1 Dom. Häuschen; b) 8 Dom. Häuschen; und c) ⅛ Stunde westlich die Burgruine Hassenstein, 1 obrigkeitliches Jägerhaus und ein Kalkstein-Bruch. - Die Kirche ist 1572 am Ringplatze der Stadt gegründet, aber später, nachdem im Dreißigjährigen Kriege die Schweden sie zerstört hatten, an ihrer jetzigen Stelle, außerhalb der Stadt, neue gebaut worden. Im Jahre 1786 wurde durch König Joseph II. die Lokalie errichtet. Eingepfarrt sind, außer Platz und den obigen Einschichten, die hiesigen Dörfer Plasdorf und Hohentann. - Hassenstein war, nach den von Schaller angeführten Gewährsmännern13, ehemals ein festes Schloß, welches im XIV. Jahrhundert den aus dem Markgrafthum Meißen stammenden und mit dem böhmischen Herren von Schwamberg und Schlick verwandten Herren von Schönburg gehörte, die sich davon auch von Hassenstein nannten. Im Jahr 1418 war der damalige Besitzer nebst mehren andern böhmischen Herren in eine Verschwörung gegen den König Wenzel IV. verwickelt und der Monarch übertrug ihre Bestrafung dem Oberst-Landschreiber Niklas von Lobkowitz, welcher das Schloß Hassenstein eroberte und dasselbe, theils als Belohnung dieser tapfern That, theils zum Ersatz für die dem Kaiser vorgestreckte Summe von 4.000 Schock, als Eigenthum erhielt14. Diese Schenkung wurde ihm 1421 von König Sigmund, und seinem Sohne Niklas von Lobkowitz 1457 von König Ladislaw auf immerwährende Zeiten bestätigt. Des Letztern Nachfolger im Besitz von Hassenstein war der durch Gelehrsamkeit, Dichtergenie und Erhabenheit des Charakters ausgezeichnete Bohuslaw Lobkowitz von Hassenstein, welcher hier die, bereits oben (s. Stadt Komotau, S. 156) erwähnte berühmte Bibliothek sammelte und, als er am 14. November 1510 starb, seinem Erben Sebastian Lobkowitz von Hassenstein hinterließ. Die Zerstörung der Burg erfolgte unstreitig im Dreißigjährigen Kriege durch die Schweden; doch sind darüber keine bestimmten Nachweisungen vorhanden. Innerhalb des alten Burgvorhofes hat man beim Graben mehrmals Asche, Kohlen, Knochen und Urnenreste gefunden. Dr. Kalina Ritter von Jäthenstein glaubt, daß in der heidnischen Zeit hier ein Begräbniß- oder auch ein Opferplatz gewesen sei15.

25) Plasdorf, Platzdorf, ½ Stunde nordwestlich von Hagensdorf, Dorf von 25 Häusern mit 131 Einwohnern, nach Platz eingepfarrt; hat starken Obst-, namentlich Kirschenbau.

26) Hohentann, 1 Stunde nordwestlich von Hagensdorf, Dorf von 27 Häusern mit 170 Einwohnern, nach Platz eingepfarrt.

27) Tschernowitz (Černowice), ¾ Stunde ostnordöstlich von Hagensdorf, Dorf von 59 Häusern mit 293 Einwohnern, nach Komotau (respektive Filial Kirche Sporitz) eingepfarrt, hat 1 Schule und 1 Wirthshaus; auch ist hier einen Steinbruch, der vorzüglich gute Mühlsteine liefert.

28) Wisset, Wisseth, ¾ Stunde nördlich von Hagensdorf, Dorf von 38 Häusern mit 240 Einwohnern, nach Krima (Gut Schönlinde) eingepfarrt, hat 1 Schule, die von einem Gehilfen versehen wird.

29) Glieden, 1 Stunde nördlich von Hagensdorf, Dorf von 17 Häusern mit 95 Einwohnern, nach Krima eingepfarrt.

30) Nokowitz (bei Schaller auch Nakowitz und Nopitz), 1¼ Stunden nördlich von Hagensdorf, Dorf von 23 Häusern mit 171 Einwohnern, nach Krima eingepfarrt, hat ⅛ Stunde abseits 1 Mühle.

31) Zollhaus, 1 Stunde nordnordwestlich von Hagensdorf, Ort von 4 Nummern mit 12 Einwohnern, nach Krima eingepfarrt, hat ein Wirthshaus.

32) Göttersdorf (Gottfridi Villa), 2¾ Stunden nordöstlich von Hagensdorf, an der Straße von Görkau über Kalich nach Sachsen, Dorf von 78 Häusern mit 441 Einwohnern, hat 1 Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus B., 1 Pfarrei und 1 Schule, sämmtlich unter dem Patronate der Obrigkeit; ferner 1 obrigkeitliches Jagdschloß, 1 do. Jägerhaus, 1 do. Maierhof, 1 do. Schäferei und 1 Wirthshaus. - Die Kirche war schon 1384 mit einem eignen Pfarrer besetzt. In den Jahren 1725 bis 1729 wurde sie, theils aus dem Kirchenvermögen theils auf Kosten der Obrigkeit, nachdem sie früher abgebrannt, neu gebaut. Die Pfarrei war, einem 1803 gefundenen Chronogramm zufolge, schon 1716 vom Besitzer des Gutes, dem k.k. Geheimen Rathe etc. Maximilian Guidobald Reichsgrafen von Martinitz gebaut worden. Eingepfarrt sind, außer Göttersdorf selbst, die hiesigen Dörfer Uhrissen, Gersdorf und Bernau, nebst den fremden Dörfern Stolzenhahn (Herrschaft Rothenhaus) und Neuhaus (Stadt Görkau). Eine halbe Stunde südwestlich liegt die Burgruine Neustein, über deren Geschichte aber keine Angaben vorhanden sind.

33) Uhrissen, 2½ Stunden nordnordöstlich von Hagensdorf, unweit links von der Bila, Dorf von 42 Häusern mit 236 Einwohnern, nach Göttersdorf eingepfarrt, hat im Orte 1 Mühle („Große Mühle“) und 1 Wirthshaus. Abseits liegen an der Bila a) die „Kleinmühle“ mit Brettsäge; b) 1 Drehwaaren -Fabrik (s. oben); c) 1 Loh- und Oelmühle; d) 1 Bauernhaus; e) 1 Dom. Häuschen.

34) Gersdorf, bei Schaller auch Vorder-Bernau, 2¾ Stunden nordnordöstlich von Hagensdorf, Dorf von 28 Häusern mit 182 Einwohnern, nach Göttersdorf eingepfarrt, hat 1 Schule und ¼ Stunde abseits 1 Mühle mit Brettsäge und Lohstampfe.

35) Bernau (bei Schaller Hinter-Bernau), 3 Stunden nordnordöstlich von Hagensdorf, an der unweit westlich von hier entspringenden Bila und an der Straße von Komotau über Kalich nach Sachsen, Dorf von 54 Häusern mit 364 Einwohnern, nach Göttersdorf eingepfarrt, hat 1 Mühle mit Brettsäge und Lohstampfe und 1 obrigkeitliches Jägerhaus.

36) Weingarten, 2¼ Stunden nordöstlich von Hagensdorf, Dorf von 17 Häusern mit 113 Einwohnern, nach Görkau (Herrschaft Rothenhaus) eingepfarrt; hier ist starke Obst-, besonders Kirschenbau.

37) Hannersdorf (auch Hennersdorf), 2½ Stunden nordöstlich von Hagensdorf, Dorf von 24 Häusern mit 159 Einwohnern, nach Görkau eingepfarrt.

38) Warta, Wartha, 4¾ Stunden südwestlich von Hagensdorf, links an der Eger und an der Gränze des Ellbogner Kreises, Dorf von 53 Häusern mit 373 Einwohnern, hat 1 zum Sprengel von Schönwald (Herrschaft Hauenstein, Ellbogner Kreis) gehörige Kirche zum heiligen Erzengel Michael, mit einem eignen Expositen-Kaplan des Schönwalder Pfarrers, nebst 1 Schule; ferner 1 Wirthshaus, welches eigne Bierbräu-, Branntwein-Brennerei-, Back- und Schlachtgerechtigkeit besitzt, 1 Mühle mit Brettsäge und abseits 1 Waffenschmiede (s. oben). - Bis 1767 hatte das damals nach Schönwald eingepfarrte Dorf nur eine steinerne Kapelle mit einem Gnadenbilde des gegeißelten Heilands, zu dem seit 1765 starke Wallfahrten geschahen, welche so zahlreiche Opfergaben hinterließen, daß 1767 und 1768 die jetzige Kirche gebaut werden konnte. Im Jahre 1790 wurde von der Gemeinde auch die Schule errichtet und 1808 für den Expositen ein eignes Haus gebaut.

Zur Herrschaft Hagensdorf gehören auch

39) von der Stadt Kralup 9 Häuser;

40) von der Stadt Priesen 1 Haus;

41) von Mühlendorf (Herrschaft Klösterle) 1 Haus (Hegerhaus).

II. Gut Luschitz.

42) Luschitz, 1¾ Stunden südsüdöstlich von Hagensdorf, Dorf von 12 Häusern mit 107 Einwohnern, nach Tuschmitz eingepfarrt, hat ¼ Stunde abseits 1 obrigkeitlichen Maierhof („Neuhof“), 1 do. Schäferei, 1 do. Steinkohlen-Bergwerk und 1 Steinbruch.

43) Pokotitz, Pokatitz, Poketitz, 2 Stunden südwestlich von Hagensdorf, Dorf von 27 Häusern mit 109 Einwohnern, von welchen 2 Nummern (die abseitige Einschicht Meseritz) zur Herrschaft Klösterle gehören, ist nach Sehlau (Gut Milsau) eingepfarrt, und hat ein Wirthshaus; ½ Stunde abseits liegt das einschichtige Bauernhaus Dubschan.

Auch gehören zum Gute von

44) Altschau (Gut Milsau) 3 Nummern.


1 Schaller, S. 157; nach Balbin, der die Urkunde mittheilt.

2 Ebenda, siehe auch Riegers Materialien etc. etc. IX. Heft. Jaroslaw Bořita von Martinitz war aber schon 1616 Besitzer von Hagensdorf. Siehe den XIII. Band unsers Werkes (Rakonitzer Kreis) Seite 58.

3 Schaller a.a.O. Graf Jaroslaw starb aber schon am 21. November 1649. Siehe unsern XIII. Band, a.a.O.

4 Ebenda, a.a.O. Dieser wurde aber erst 1658 Oberst-Landhofmeister. Siehe Palacky Synchronist. Uibersicht etc. etc. etc. Tabelle IV.

5 Siehe Genealogisches Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser (XVIII. Jahrgang.) Seite 191 und 667. Gotha, 1845.

6 Schaller, Seite 164.

7 Siehe Handbuch des Königreichs Böhmen, für das Jahr 1845, S. 758, 759, 765, 800 und 801.

8 In dem vom Amte für die Topographie mitgetheilten Ortschaften-Verzeichnisse sind 17 Wirthshäuser angeführt.

9 Schaller, Seite 158.

10 Die vom Magistrate gelieferten Angaben sind nur summarisch.

11 Schaller, Seite 161; nach den Errichtungs-Büchern.

12 Prager Zeitung, 1820, Nr. 53. – Näheres über dergleichen Erdschlipfe enthält mein Gemälde der physischen Welt etc. II. Band. Dritte Auflage, Seiten 343 bis 346.

13 Balbin, Neplacho, Hajek, Paprocky, etc. etc.

14 Vergleiche Palacky: Geschichte von Böhmen, III. Band, I. Abtheilung, Seite 408.

15 Böhmens heidnische Opferplätze, Gräber und Alterthümer etc. etc. Prag, 1836, Seite 154.

© für die Transkription: Olaf Freier, 2008 - Die Nutzung, auch auszugsweise, ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis gestattet.